Ausgangslage
vintrica war bereits als Webanwendung verfügbar. Über den Dienst können Autofahrer:innen digitale Vignetten und Mautzahlungen für viele europäische Autobahnen online kaufen.
Der nächste Schritt war eine App. Der Zeitpunkt dafür war strategisch gewählt: Zum Ablaufdatum der Schweizer Vignetten sollte die App veröffentlicht werden. Damit war der Release-Termin nicht beliebig verschiebbar.
Für mischok kam eine zusätzliche Herausforderung dazu. Das Projekt lief bereits. Das bestehende System, der Projektstand und die Aufgabenverteilung mussten schnell verstanden werden. mischok übernahm nicht das Gesamtprojekt, sondern das Frontend. Dadurch entstand ein gemeinsames Projektteam mit dem Kunden, das in kurzer Zeit arbeitsfähig sein musste.
Was zuerst geklärt werden musste
In einem laufenden Projekt mit fester Deadline geht es am Anfang nicht darum, alles neu zu sortieren. Man muss sehr schnell verstehen, was bereits entschieden ist, was noch offen ist und wo die größten Risiken für den Release liegen.
Für uns war entscheidend, das Projekt nicht unnötig zu verlangsamen. Wir mussten den vorhandenen Stand aufnehmen, die Frontend-Aufgaben sauber schneiden und mit dem Kundenteam eine Arbeitsweise finden, bei der Fortschritt laufend sichtbar bleibt.
Gerade bei einer App kurz vor dem geplanten Release darf es keine Überraschungen in den Grundfunktionen geben. Deshalb mussten Aufwand, Zuständigkeiten und Testing sehr früh klar sein.
Rolle von mischok
mischok hat das Frontend der App übernommen und die Umsetzung in Flutter auf Basis des vorhandenen Zieldesigns vorbereitet.
Vor dem Start der Entwicklung wurden die anstehenden Arbeiten in Tickets übersetzt und mit den Verantwortlichen auf Kundenseite abgestimmt. Dadurch entstand eine gemeinsame Grundlage für Aufwand, Prioritäten und Zeitplan.
Während der Umsetzung sorgten ein gemeinsames Scrum-Board, wöchentliche Meetings, ein Slack-Channel und regelmäßige Testversionen dafür, dass der Projektstand transparent blieb und Feedback schnell einfließen konnte.
Projektteam
Für mischok waren Rollen aus Flutter-Entwicklung, technischer Abstimmung und Projektsteuerung beteiligt.
Da mischok nur einen Teil des Gesamtprojekts übernahm, war das Zusammenspiel mit dem Kundenteam entscheidend. Backend, Projektstand, Design, App-Logik und Testing mussten in kurzer Zeit zusammenfinden.
Vorgehen
Zu Beginn stand ein Termin auf Geschäftsführungsebene, um den Status der App zu verstehen, zentrale Entscheidungen einzuordnen und den Fahrplan bis zur Deadline festzulegen.
Das vorhandene Zieldesign wurde als Grundlage für die Frontend-Arbeit genutzt. Daraus wurden konkrete Aufgaben abgeleitet, in Tickets überführt und mit dem Kunden abgestimmt.
Anschließend begann die Umsetzung in Flutter. Ein gemeinsames Jira-Board machte den Arbeitsfortschritt sichtbar. Über regelmäßige Testversionen konnte der Kunde laufend prüfen, Feedback geben und Risiken früh erkennen.
Nach der Veröffentlichung wurde das Projekt in einer Retrospektive ausgewertet, um Erfahrungen für künftige Projekte festzuhalten.
Qualitätssicherung
Die wichtigste Form der Qualitätssicherung lag in der engen Taktung während der Umsetzung.
Der Kunde erhielt regelmäßig Testversionen und konnte die App laufend prüfen. Dadurch wurden Rückmeldungen nicht erst kurz vor dem Release sichtbar. Das war besonders wichtig, weil es für die Grundfunktionen der App keine Fehlertoleranz gab.
Zusätzlich half die klare Ticketstruktur dabei, Aufwand, Fortschritt und offene Punkte jederzeit nachvollziehbar zu halten.
Ergebnis
Die vintrica App wurde fristgerecht in den gängigen App Stores veröffentlicht.
In den ersten 6 Monaten wurde die App 109.000 Mal heruntergeladen. Über die App gewann Barely Digital 1.972 Neukunden.
Für den Kunden entstand damit ein zusätzlicher Zugang zum bestehenden digitalen Service. Die Nutzung stieg auch ohne Marketing außerhalb der App Stores signifikant an.

