Ausgangslage
WEKA ist Anbieter von Fachinformationslösungen. Für die Produktion und Online-Darstellung der Fachinformationsprodukte wurde ein bestehendes System genutzt. Die dafür relevanten Lizenzverträge liefen aus.
Damit ging es nicht um eine freie Modernisierung irgendwann in der Zukunft. Die neue Anwendung musste bis zu einem festen Zeitpunkt stehen und sich in die bestehende Plattformlandschaft einfügen.
Gleichzeitig sollten Nutzer:innen nicht vor einem komplett fremden System stehen. Die neue Anwendung musste besser bedienbar sein, aber an vertraute Abläufe und eine gewohnte Oberfläche anschließen.
Zusätzlich war klar: Die neue Lösung sollte nicht nur zum Livegang funktionieren. Sie musste sauber wartbar sein und eine technische Qualität haben, auf der weitere Teile der Plattform später aufbauen können.
Was zuerst geklärt werden musste
Die feste Deadline war nur ein Teil der Aufgabe. Genauso wichtig war die Frage, wie viel Veränderung die neue Anwendung verträgt, ohne die Nutzer:innen zu verlieren.
Ein bestehendes System einfach nachzubauen, wäre zu wenig gewesen. Alles anders zu machen, wäre aber genauso riskant gewesen. Wir mussten also klären, welche Abläufe vertraut bleiben müssen, wo die Bedienung besser werden kann und wie sich die Anwendung technisch sauber in die vorhandene Plattform einfügt.
Erst aus dieser Klärung konnte eine Lösung entstehen, die rechtzeitig fertig wird und trotzdem nicht wie ein kurzfristiger Ersatz wirkt.
Rolle von mischok
mischok hat sich gemeinsam mit den Stakeholdern mit dem bestehenden System auseinandergesetzt und daraus die Anforderungen für die neue Anwendung entwickelt.
Aus der Abwägung zwischen vertrauter Oberfläche und besserer Bedienbarkeit entstand ein Konzept, das über einen Klickprototypen überprüfbar wurde. Das Userfeedback aus diesen Prototypen floss in mehreren Iterationen in die endgültige Software ein.
Die Umsetzung erfolgte mit einem lauffähigen Softwarestand von Beginn an. Dadurch konnte nicht erst am Ende geprüft werden, ob die Anwendung in die richtige Richtung läuft. Fachliche Rückmeldungen konnten früh einfließen, ohne den festen Zeitrahmen aus dem Blick zu verlieren.
Projektteam
Für mischok waren Rollen aus Konzeption, UX/UI, Backend-Entwicklung, Frontend-Entwicklung und Projektsteuerung beteiligt.
Wichtig war das Zusammenspiel aus fachlicher Klärung und technischer Umsetzung. Die Anwendung musste an bestehende Systeme anschließen, Fremdsysteme anbinden und gleichzeitig eine Oberfläche bieten, die für die Nutzer:innen nachvollziehbar bleibt.
Vorgehen
Zu Beginn standen Gespräche mit den Stakeholdern und die intensive Auseinandersetzung mit dem bestehenden System. Daraus entstanden Anforderungen und eine gemeinsame Richtung für die Plattform.
Anschließend wurde ein Konzept entwickelt und als Klickprototyp erlebbar gemacht. So konnte früh geprüft werden, wie gut die neue Oberfläche zu den gewohnten Abläufen passt.
Die finale Anwendung entstand in mehreren Iterationen auf Basis des Userfeedbacks. Technisch wurde besonderer Wert auf einen einheitlichen Aufbau der Frontend-Elemente, eine professionelle Anbindung externer Systeme, Microservice-Architektur und eine konsequente CI/CD-Pipeline gelegt.
Qualitätssicherung
Die Anwendung wurde nicht erst zum Schluss zusammengeführt. Durch die agile Entwicklung gab es von Beginn an einen lauffähigen Softwarestand.
Storybook half dabei, Frontend-Elemente einheitlich aufzubauen, zu testen und sauber einzubinden. Die CI/CD-Pipeline sorgte dafür, dass Entwicklung, Tests und Auslieferung nicht voneinander getrennt gedacht wurden.
So blieb die Qualität während der Umsetzung überprüfbar — fachlich, technisch und gestalterisch.
Ergebnis
Die WEKA Pilot Online Anwendung ging innerhalb des vorgesehenen Zeit- und Budgetrahmens live.
Die neue Anwendung fügt sich in den Kontext der bestehenden Plattform ein, holt Nutzer:innen über vertraute Muster ab und erfüllt gleichzeitig die Anforderungen an Wartbarkeit und Codequalität.
Nach dem Projekt wurden weitere Teile der Plattform nach dem Vorbild dieser Anwendung reimplementiert. Der Case blieb damit kein isoliertes Einzelprojekt, sondern wurde zur technischen und konzeptionellen Grundlage für weitere Schritte innerhalb der Plattform.

